1619
Öl auf Leinwand
Maße: B: 126cm; H: 115cm
Ansicht von Süden der gesamten, von einer Ringmauer eingefassten Klosteranlage mit Wirtschaftsgebäuden und Feldern aus dem Jahr 1619.
So kann hier das bis heute bestehende Aussehen der Basilika mit kreuzförmigem Grundriss, vierachsigem Langhaus mit niedrigeren Seitenschiffen, anschließender Vierung mit den Querhausarmen (jeweils mit Satteldächern), quadratischem Altarraum und halbrunder Apsis nachvollzogen werden. Dabei ist zu erkennen, dass der hohe achteckige Vierungsturm, nach dem Brand von 1469 errichtet, noch sein spitzes Zeltdach aufweist.
Südlich der Kirche schließen sich um den Kreuzgang die Konventsgebäude an, östlich davon ist der Konventsgarten zu sehen. Im Südwesten ist ein Torbau, der Vorgängerbau des heutigen Martinstors, zu erkennen. Am unteren Bildrand zeigt eine lang gestreckte, unregelmäßig mit Voluten und Akanthus verzierte Kartusche auf weißem Grund folgende Inschrift:
„Des Haÿ: Rom: Reich Gotteshauß Elchingen / wie es perspectivisch in grund glegt zu sehen / Anno 1619“.
Links und rechts davon befinden sich hochovale Kartuschen die Wappen zeigen:
Links: das Habsburger Wappen: Doppeladler mit rot-weißem Herzschild unter Kaiserkrone, Zeichen der Reichsunmittelbarkeit der Abtei. Darüber ein Kompass, der angibt, aus welcher Richtung die Ansicht zu sehen ist.
Rechts: Wappen von Abt Thomas Holl (1604-1619).
Die Klosteransicht stellt eine wichtige Quelle für die Baugeschichte und Rekonstruktion der 1807 abgerissenen und anderen, heute nicht mehr vorhandenen Gebäuden des Klosters dar und ist zugleich auch das älteste sicher datierte in Oberelchingen erhaltene Gemälde.
Dieses Objekt befindet sich im Schaudepot.
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