1743
Öl auf Leinwand
Franz Anton Span (Hofmaler in Salzburg und Augsburg)
Maße: H: 115cm
Das Porträt des Abts Amandus (* 1680, reg. 1740-1763, † 1764) orientiert sich zwar an den vorhergehenden Porträts, unterscheidet sich jedoch nicht nur stilistisch ein wenig von diesen. So füllt der Abt hier den ovalen Bildraum komplett aus und scheint ihn fast zu sprengen, die Körperhaltung erscheint etwas starrer. Während der Körper des Porträtierten nach links hinten geht, dreht er den Kopf entgegengesetzt und blickt aus großen klaren Augen den Betrachter an. Eine schwarze Kappe auf dem Kopf und der weiße Kragen umrahmen sein Gesicht. Rechts unten hebt sich vor seinem schwarzen Gewand ein goldenes Pektorale ab, das an einer Kette aus seinem Gewand hervorkommt.
Schindele ließ die Elchinger Klosterkirche und die Thalfinger Laurentiuskirche im Rokokostil neu ausschmücken. In Straß wurde die Pfarrkirche neu errichtet.
Der weiße Profilrahmen ist an der unteren Hälfte von Zweigen mit Blättern und kleinen Beeren umgeben, am unteren Scheitel ist in einer goldenen Rocaillekartusche das „sprechende“ Wappen des Abtes angebracht, ein Spruchband bezeichnet den Dargestellten und nennt auch das Entstehungsdatum: „AMANDUS AB. ELCHINGENSIS 1743“. Am oberen Scheitel krönt eine von goldenem, pflanzlichem Dekor umgebene Mitra das Gemälde.
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